Margarete Lindau

Mein Werk umfasst zeichnerische und druckgrafische Serien. In meiner Arbeitsweise verbinden sich Präzision und Reduktion, Repetition und Variation, bewusstes Setzen und Intuition.

Vita

lebt und arbeitet in Mannheim und Darmstadt

seit 2016
Leitung der Druckwerkstatt, Hochschule Darmstadt, Fachbereich Gestaltung

2006-2008
Meisterschülerin, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig

2002-2005
Kunsthochschule Berlin-Weißensee

2002
Diplom, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig

1997-2002
Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig

1995-1997
Musikwissenschaft, Universität Leipzig

Stipendien/Förderungen

2023
Arbeitsaufenthalt, Winkeldruckerey, Kulturhof Flachsgasse Speyer

2021
Katalogförderung, Kulturamt der Stadt Mannheim

2020
Let’s print 3, Museum für Druckkunst Leipzig

2018
Projektförderung für copydrawings 3, PORT25 – Raum für Gegenwartskunst Mannheim

2014
Artist in Residence, Künstlerhaus Hohenossig

2009
Artist in Residence, Künstlerhaus München/Steindruck München

2003
Birknerpreis für Illustration, Birknerstiftung

Einzelausstellungen

2023
hier und jetzt, Galerie Hafemann, Wiesbaden

2022
eine Linie ist ein Ort (mit Markus Vater), 9k-Galerie für Bild Wort Ding Laut, Willich
Die Schönheit der Linie, Galerie Netuschil, Darmstadt

2020
Nacht wie Tag – Druckgrafik, xylon-Museum Schwetzingen

2017
strahlen, rauschen, Kunstverein Walldorf/Galerie Alte Apotheke 

2016
monter aux nuages, LF Gallery, Zürich

2015
ZOOM (mit Andreas My), Galerie Hafemann, Wiesbaden 

2014
Spuren von Unruhe, Magdalenenkapelle Burgdorf
Margarete Lindau, Stefan Knechtel, Galerie Hoch und Partner, Leipzig

Gruppenausstellungen (Auswahl)

2023
Linolschnitt heute! Aus der Sammlung der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen, Kunstmusem Bayreuth
Let‘s print in Leipzig,
Radierverein Mümchen
Hochdruck NOW, Kunstmuseum Reutlingen|Spendhaus, Forum Alte Post, Pirmasens

2022
selbstzünder – polyphon getaktet, Linienscharen, Postquatier, Stuttgart
Linolschnitt heute XII, Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen (Katalog)
Heimspiel, PORT25 – Raum für Gegenwartskunst, Mannheim
…und unter druck entstehen dimanten, xylon-Museum, Schwetzingen

2021 
Funkenflug, Linienscharen, Satellit, Stuttgart
39 rooms, Bahnbertriebswerk, Heidelberg

2020
Let‘s print 3, Museum für Druckkunst, Leipzig
100<1000+, PORT25 – Raum für Gegenwartskunst, Mannheim

2019
Linolschnitt heute XI, Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen (Katalog)
Blasenflieger/Linienscharen, Städtische Galerie im Kornhaus, Kirchheim unter Teck

2018
seiten|räume, Linienscharen, WKV/Querungen, Stuttgart
Will Sohl - Artists‘ Books Reloaded, PORT25 – Raum für Gegenwartskunst, Mannheim
Hoch-Flach-Tief, Museum Théo Kerg, Schriesheim

2017
Zeichensprache(n), Galerie Parterre, Berlin (Katalog)
Künstlerbücher für Alles, Zentrum für Künstlerpublikationen/Weserburg, Bremen (Katalog)
Vice Versa, Designhaus, Darmstadt 

2016
PRINT-PRINT-PRINT, BBK-Galerie, Mannheim
differenzierbare Mannigfaltigkeiten, Querungen im Württembergischen Kunstverein, Stuttgart

2015
u-Topien/Steine und Sterne II, Burg Friedland, Friedland
Prolog X4, Pavillon am Milchhof, Berlin

2014
Vom Zeichnen.Zeichnungen, Stella A. Galerie/Edition, Berlin

2013
Dialog – Trialog #2, Museum Biedermann, Donaueschingen (Katalog)
Dialog – Trialog #1, Museum Biedermann, Donaueschingen
ALLE FEAT. arrangierte Ehen, Linienscharen, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart

2012
Ergebnisse aus den Druckwerkstätten, BBK-Galerie, Mannheim
Linie und Raum, galerie p13, Heidelberg
junge Grafik international, Galerie Jürgensen, Oetjendorf

2011
16. internationale Grafik-Trienale, Kunstverein Frechen (Katalog)
Lubok, Künstlerbücher aus Leipzig, Städtisches Kunstmuseum Spendhaus, Reutlingen (Katalog)

2010
Große Klasse, MeisterschülerInnen Nanne Meyer, Galerie Hafemann, Wiesbaden
Ereignis Druckgrafik 2, BBK Leipzig

2009
junger westen 2009, Kunsthalle Recklinghausen (Katalog)
Lubok, originalgrafische Bilderbücher, Museum der bildenden Künste, Leipzig
benachbarte Landschaften, secondhome-projek, Berlin

2008
Weißensee 8, Stella A. Galerie/Edition, Berlin
Homezone, Studiogalerie der Denkmalschmiede Höfgen, Grimma

2007
gezeichnet 3/verspielt, galerie weißer elefant, Berlin

2006
gedruckte Träume, neue Grafiken, Taborpresse, Berlin
Studium & Karriere #2, Galerie Post, Leipzig
es ist später, als du denkst, Schauspielhaus, Galerie Kleindienst, Leipzig

2005
Mayflies, Kulturbrauerei, Berlin

2004
suite folge, Druckgrafik, BBK, Leipzig (Katalog)

Publikationen

2022
Lines of Beauty – in 66 Figuren, Lubok-Verlag Leipzig

2018
copydrawings 3, edition Erinnerungslandschaften, multiples Künstlerbuch, Eigenedition

2017
copydrawings 2, Strahlenrauschen, Künstlerbuch, Eigenedition

2015
copydrawings, Künstlerbuch, Lubok-Verlag Leipzig

2003
11 x wir – Bildergeschichten in 11 Heften, Eigenedition

2002
Aus dem Sudelbuch von Kurt Tucholsky, originalgrafisches Buch, Eigenedition

Beteiligungen in Katalogen und Büchern (Auswahl)

2023
Hochdruck NOW, 70 Jahre XYLON, hrsg. vom Städtisches Kunstmuseum Spendhaus Reutlingen (Ausstellungskatalog)

2022
Linolschnitt heute XII, Grafikpreis der Stadt Bietigheim-Bissingen, hrsg. vom Kultur- und Sportamt der Stadt Bietigheim-Bissingen und der Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen (Ausstellungskatalog)

2019
Artists‘ Books for Everything, Zentrum für Künstlerpublikationen, hrsg. von Weserburg Museum für moderne Kunst
Linolschnitt heute XI, Grafikpreis der Stadt Bietigheim-Bissingen, hrsg. vom Kultur- und Sportamt der Stadt Bietigheim-Bissingen und der Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen (Ausstellungskatalog)

2017
Zeichensprachen, Zeichnerinnen und Zeichner aus Weißensee, hrsg. von Kathleen Krenzlin, Galerie Parterre in Zusammenarbeit mit der Kunsthochschule Berlin-Weißensee (Ausstellungskatalog)

2015
Prolog 11, u-Topien, Heft für Zeichnung und Text, hrsg. von Anton Schwarzenbach

2013
Dialog-Trialog, hrsg. von Marjatta Hölz für den Künstlerbund Baden-Württemberg e.V. (Ausstellungskatalog)
Prolog 10, Strukturen, Heft für Zeichnung und Text, hrsg. von Anton Schwarzenbach

2011
XVI. deutsche internationale Grafiktrienale Frechen, hrsg. vom Kunstverein zu Frechen (Ausstellungskatalog)
Lubok, Künstlerbücher aus Leipzig, hrsg. vom Städtisches Kunstmuseum Spendhaus Reutlingen (Ausstellungskatalog)
druckreif - junge Künstlerinnen und Künstler erproben die Werkstätten, hrsg. von der Griffelkunstvereinigung Hamburg (Ausstellungskatalog)

2010
spring#6/das Heft der Zeichnerinnen, hrsg. von SPRING GbR, Hamburg

2009
Kunstpreis junger Westen 2009, Grafik, Zeichnung, Fotografie, hrsg. von der Kunsthalle Recklinghausen (Ausstellungskatalog)
Lubok 1, hrsg. von Christoph Ruckhäberle und Thomas Siemon

2004
suite folge, Druckgrafik, hrsg. vom BBK Leipzig (Ausstellungskatalog)

2003
Jahrbuch der HGB Leipzig, hrsg. vom Institut für Buchkunst Leipzig an der HGB Leipzig

öffentliche Ankäufe

Kulturamt der Stadt Mannheim
Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Regierungspräsidium Karlsruhe

Text

schichten

Ich schichte.
Überlagerungen erzeugen Dichte.
Ich dichte und verdichte Striche, die Striche verdichten sich. Vielschichtigkeit bedeutet für die Zeichnung auch Mehrdeutigkeit.
Wer deutet?
Was bedeutet mir das Zeichnen?

Die Zeichnung ist flüchtig. Mit jedem Strich verändert sie sich. Mit jeder Stunde verändert sie sich. Morgen ist die Zeichnung schon nicht mehr das, was sie heute war. Der Prozess des Zeichnens ist wie ein Tanz. Was bleibt, wenn die Musik verklungen ist? Was ist Zeichnung, wenn das Zeichnen abgeschlossen ist?

Jede Zeichnung ist die Variation einer anderen. Wo die einzelne Zeichnung Momentaufnahme ist, werden sie in der Abfolge zu Bewegung. 

Ich lote die Möglichkeiten mit reduzierten zeichnerischen Mitteln aus. Dabei wächst eine Zeichnung aus der nächsten. Variation folgt auf Variation. Das Zeichnen wird zum Staffellauf: ich laufe, die Zeichnung ist der Stab.

Eine Zeichenserie gleicht einer Staffel – bei der Übergabe des Stabes werden Impulse weitergeleitet. Die Zeichnungen stehen in Abhängigkeit voneinander, sie beeinflussen sich gegenseitig.
Der Zeichenprozess ist dynamisch, die Arbeitsweise bewusst ergebnisoffen. Der Zustand, in dem eine Zeichnung fertig ist, wird immer wieder in Frage gestellt. 

(Margarete Lindau 2014)